Brutalismus: Die Zukunft der Betonbauten | Kulturjournal | NDR Doku

Am 9 Jun 2021 veröffentlicht
Brutalismus und Denkmalschutz: Sind die Giganten aus Beton hässlich oder schützenswert?

In den 1960er- und 1970er-Jahren wurde in Norddeutschland viel mit Beton gebaut. In Hannover wurde zum Beispiel der Terrassenbau Davenstedt mit hunderten Wohnungen errichtet, die quasi aufeinander geschachtelt wurden. Die City Nord in Hamburg ist eine eigene Bürostadt mit markanten Beton-Riesen. In West-Berlin hat man sogar eine Autobahn mit einer Wohnanlage verhüllt: mit der Autobahnüberbauung Schlangenbader Straße entstand ein Komplex mit ursprünglich mehr als 1700 Wohneinheiten. Damals standen solche Gebäude für gesellschaftlichen Aufbruch und eine zeitgemäße autogerechte Stadt.

Und heute? Viele würden die Giganten aus Beton am liebsten abreißen. Auf der anderen Seite gibt es die Fans des sogenannten Brutalismus, und Denkmalschützer wollen die wichtigsten Bauwerke dieser Epoche erhalten. Sogar einige Parkhäuser stehen bereits unter Denkmalschutz. Das Kulturjournal stellt herausragende Gebäude in Hannover, Hamburg und Berlin vor und diskutiert: Hässlich oder schützenswert?

Ein Film von Stefan Mühlenhoff

www.ndr.de/kulturjournal

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KOMMENTARE

  • Ich finde Brutalismus sehr schön. In Beton gegossene funktionale Perfektion. Von außen mag man auf den ersten Blick nur einen Klotz sehen, aber bei genauerer Betrachtung gibt es immer sehr viel zu entdecken. Zudem oft mutig und visionär gestaltet. Die Gebäude spiegeln die Ära des wirtschaftlichen Aufschwungs und der Zukunftsorientierung wieder. Handwerklich ist das oftmals auch von ausgezeichneter Qualität gewesen.

  • Das Parkhaus finde ich gar nicht mal so schlecht. Es müsste einmal richtig sauber gemacht und neu gestrichen werden, dazu die Parkplatzmarkierungen den modernen, größeren Autos anpassen und schon könnte das doch locker stehen bleiben. Auch die Autobahnüberbauung ist keine schlechte Sache. Optisch halt nicht mehr zeitgemäß, aber auch hier könnten kleinere optische Veränderungen das Gebäude schon viel besser aussehen lassen. Die Waschbetongebäude finde ich persönlich tatsächlich extrem hässlich. Und man muss auch immer bedenken, dass z. B. Bauten aus der Kaiserzeit nach dem 2. Weltkrieg nicht als schützenswert bzw. wiederaufbauenswert betrachtet wurden, weil die Architektur ja nicht mehr zeitgemäß war. Heute würde man solche Gebäude hegen und pflegen.

  • Die Schweizerin vom Denkmalschutz hat sich extra fürs Fernsehen in den Schweizer Farben gekleidet 😄

  • hässlich und unmenschliche Hühnerboxen

  • Ich finde die Reportage leider sehr einseitig, auch wenn ein Kritiker zu Wort kommt. Die gezeigten Gebäude sind zum Großteil recht neutrale Bauwerke für den Brutalismus und in sehr gutem Zustand. Viele Brutalismus Gebäude, wie z.B. der Mäusebunker in Berlin oder die NUB in Mannheim, sehen allerdings mittlerweile recht "verwest" aus.

  • "Viele Gebäude der 70er sind für den Architekten gebaut, nicht für die Gesellschaft." Sag das mal meiner ehemaligen Schule, in der es im Sommer immer so heiß war, das wir fast jeden Tag Hitzefrei hatten und der Bibliothek, in der ich gearbeitet habe: Viel zu viele Fenster: die Nutzer wurden getoastet und so viel Licht ist auch für die Bücher nicht gut, viel zu offen; im 3. OG hat man gehört, was die Leute im EG sagen, viel zu wenig Nutzerplätze, viel zu kleines Magazin für die Masse an Büchern, und reingeregnet hat es auch noch... Und beides in den späten 90ern/ frühen 2000ern gebaut...

  • Die Architektur sollte immer Schwangere, Senioren und Kinder mitgestalten lassen. Die Gebäuden haben von der Straße ab oft unnötige Stufen, wo Rollatoren, Rollstühle, Kinderwagen nur mit Mühe oder garnicht diese überwinden können, wenn Aufzüge da sind, zu eng, oft außer Betrieb, die Türen von Wohnungen, vorallem zur Bad/Toi zu eng, Duschwanne oft zu hoch, eine Hilfsperson kann da im Bad nicht mitstehen. Die Wände viel zu hellhörig, Balkone zu klein, oft ohne Überdachung., mit hässliche Gefängnisgitter neuerdings gebaut, Küchen zu klein und eng, Kinderzimmer wie kleine Käfige. Es wird von und für den gesunden erwachsenen Mann eine Stadt gebaut, der sich in die Bedürfnisse von Senioren, Kinder, Schwangere nicht hineinsetzen will. Brutalismus Bauten haben in den Innenräumen eine gelungene Proportionalität und Funktionalität, daran sollten die 80er und 90er Bauten Beispiel nehmen.

  • Ich weiß das klingt verrückt, aber in dem Parkhaus vom Anfang der Doku hatten ich und mein Freund unser erstes Date...wir sind jetzt 3,5 Jahre zusammen

    • Hallo Anja! Das ist mal ein nicht ganz alltäglicher Ort für ein erstes Date! :D Viele Grüße!

  • Was für "Fans" haben diese ******haufen denn? Ein paar realitätsferne Künstler.

  • Soll jetzt jedes Häufchen was ein Architekt in die Landschaft setzt erhalten werden? Was machen wir dann in 50 Jahren wenn es heißt: "aber der hat die Blechverkleidung etwas kleinteiliger und der hat da einen roten Streifen drin und der hat das Blech so und so bedruckt und der hats wieder anders bedruckt" - *Alles Unikate!1!!!*

  • Die Bauwerke der 50er und 60er Jahre sind doch harmlos verglichen mit den 70ern. Damals waren die Bauten wenigstens noch schlicht und praktikabel, in den 70ern war man schon so wohlhabend dass man etwas bzw. teilweise krass das spinnen angefangen hat.

  • Man sollte Denkmalschutz auch nach Aufwand und Mühen bewerten ...

  • Frage an Denkmalschützer: Wäre es möglich einzelne einzigartige Gebäudebestandteile (wie die Rampe beim ersten Parkhaus) zu schützen während andere Teile (z.B. die Fassade beim ersten Parkhaus) umgestaltet werden darf?

  • 0:50 Minute einfach Chabos wissen wer der Babo ist wurde dort gedreht

  • In Frankfurt stehen die beiden hässlichsten Türme, die Olivetti Türme unter Denkmalschutz. Einfach nur unverständlich und lächerlich.

  • Mehrfamilien-Wohnhäuser im Brutalismus Stil usw. sollte man nicht abreißen, denn sie erfüllen ein sehr wichtigen Zweck und zwar Wohnraum für viele tausende Menschen. Oft sind die Mieten in solchen Häusern nicht so hoch wie anderswo und z.B. in Berlin mangelt es extrem an bezahlbaren Wohnungen, bzw. kommt man nicht hinterher solche Wohnungen ausreichend zu bauen. Wie gesagt man kann diese Bauten ja auch verschönern.

  • Geile Doku, tolle Musik, danke!

  • Was ich sehr lustig finde: Das ehemalige Abgeordnetenhochhaus in Bonn („Langer Egon“) steht unter Denkmalschutz, mit der Begründung es sei ein Zeichen für demokratisches Bauen :D In diesem Bericht werden diese Bauten jedoch genau als Gegenteil von dem dargestellt ...

  • Bei Position 10:50 kriegen wir erklärt wie "ungeschliffen" und "rauh" der Beton angeblich ist. Dabei hat die Historikerin ein paar Sekunden vorher gerade erklärt, wie eine Nachbearbeitung diese Oberfäche mit großer Kunstvollendung so gestaltet hat. Also was nun? Hochkultur oder Urwald?

  • Wenn diese Gebäude so schrecklich sind, warum wurden sie dann gebaut?

  • Was regt sich dieser Christoph Mäckler eigentlich auf, der hat sicher in den 60/70 er Jahren, ähnliche Gebäude entworfen! Aber allgemein finde ich Gebäude aus der Zeit nice!

  • Ganz einfach: Das Postgebäude baute die Deutsche Bundespost und somit der Staat, der aus dem Vollen fräste. Seit der idiotischen Privatisierungswut, wo sich der Staat aus seiner Verantwortung gestohlen hatte, hat der neue Saftladen, pardon, Eigentümer Deutsche Post AG keine Verwendung mehr für solche Liegenschaften, weil sie im Unterhalt Geld kosten. Stattdessen sucht man sich Subunternehmer (oder heißt es Franchising?) für das Postgeschäft und die beziehen natürlich nicht solche Gebäudekomplexe. In Würzburg/Ufr. gab es seit Jahrzehnten zwei große Postämter. Eines hat man letztes Jahr geschlossen, was jetzt für einen Hotelneubau platt gemacht wird. In Schweinfurt/Ufr. wurde das Hauptpostamt am Bahnhof geschlossen! Dort gibt es nur noch Postagenturen. Mir fällt dabei immer wieder Sarazin ein mit seiner Aussage "Deutschland schafft sich ab!". Für mich ist das derzeitige D das Schlechteste aller Zeiten.

  • Ohne golden Schnitt unterm Zwang des rechten Winkels

  • besser als der heutige kubismus mit dem immer gleichen bauten. Die Neubaugebiete sehen alle gleich aus

  • hässlich kommt weg

  • ich bin gespalten. und es kommt auf den einzelfall an. Neben den angesprochenen gruenden wie aesthetik und nutzen gibt es mmn auch noch weitere aspekte. Ein parkhaus lockt autos in die stadt. Weil mehr parkplaetze bedeuten auch mehr autofahrer weil mehr parkpotential. Das ist etwas was man beruecksichtigen sollte. Es sollten so gebaut und geplant werden dass weniger menschen animiert werden autos zu benutzen. Ausserdem sind parkhaeuser toter raum. nur abstellflaeche fuer autos. ohne leben und ohne gemeinschftlichen nutzen. Und oft auch grade in der nacht unangenehme orte. Ich finde da sollte die qualitat der bebauung voorrang haben und eine neuentwicklung moeglich sein. andersherum sehe ich es wie die eine architekturhistorikerin: nur weil wir ein gebaeude im wesentlichen 'haesslich' finden ist es kein grund es abzureissen (siehe Palast der Republik - Es war eine schande den abzureissen! wirklich ein skandal!). Wenn es geschichtlichen oder gesellschaftlichen mehrwehrt hat, ist es mmn erhaltenswert. Das es nicht nachgenutzt werden kann halte ich fuer eine ausrede. jeder staedtische raum kan nutzen finden. man muss nur die richtigen leute fragen und ihnen dazu moeglichkeit geben. ein denkmalgeschuetztes gebaeude muss von der stadt so weit gefoerdert werden dass auch non-profit nutzung moeglich ist.

  • Hässlich!

  • Was ein blödsinn die mussten das so machen, nein es wird heut gezwungen anders zu denken und Dinge umzusetzen die Must sind

  • Und in den 70'ern empfand man Fachwerk als hässlich und hat es reihenweise abgerissen. Aus heutiger Sicht eine Sünde. Also sollte man den Fehler nicht wiederholen und markante Gebäude aus den 70'ern bestehen lassen. Klugen Köpfen fällt sicherlich eine gute Lösung ein.

  • Ein Architekt, dem nicht klar ist, was ein Abriss bedeutet mit einem anschließenden Neubau, nämlich Graueenergie, hat in seinem Job nichts mehr zu suchen. Der Stand der Technik ist ein anderer und dieser ist Umnutzung und/oder sanieren.

  • Frau Fröbe könnte man auch ne Bauruine zeigen und sie würde sich daran erfreuen.

  • Ich glaube wir sind bei extra3 gelandet

  • Brutalismus! Löv It!

  • Dumme frage aber könnte man aus dem post gebäude nicht ein riesiges gewächshaus machen ? Für pilze und co. Dürfte es doch reichen. Und wenn man schon ganzjährig tropenfrüchte im supermarkt kaufen kann, dann könnten die zumindest regional angebaut werden. Müsste mit künstlicher bestrahlung doch ökologischer sein als eine rundfahrt quer über den globus.

  • Nein zu Betonbauten. Weg mit den Dingen.

  • Was der Herr Mäckler wohl dazu sagen wird, wenn die nachfolgenden Generationen seine postmodernen pseudo-Sandstein Kästen abreißen wollen... ?!? ;)

  • In die 70er, 80er Jahre ist vieles abgerissen aus die 30er, 50er Jahre weil es "alt" und "hässlich" wäre. Und jetzt vermissen wir diese, jetzt "klassische" Architektur. Jetzt sind es die 70er kolossen die das gleiche Urteil zufallen. Lasst uns damit vorsichtig umgehen, das wir nicht in das nächste Jahrzehnte sagen, leider haben wir nichts von 60er Architektur gespart. Ich bin Niederländer, aber ich denke dasselbe gibt's in viele Länder.

  • Immer diese Ewiggestrigen…

  • Wie haben die das geschafft, dass man die Autobahn nicht hören kann? D:

    • Einfache Physik, die Masse an Beton schluckt den Schall

  • Ich kann mir den Cringe einiger Lokalpolitiker (und Architekten) vorstellen, wenn sie einige dieser Denkmalschützer reden hören...

  • Kommt denke ich auf das jeweilige Gebäude, es gibt ästhetische Gebäude in dem Stil und auch welche die wirklich nicht schön sind. Aufwerten geht auch, dass passiert zum Beispiel gerade mit dem Telekom-Hochhaus aus den 1960ern in Bielefeld (was davor nicht das schönste war).

  • Diese ganzen "Denkmalschützer" haben es zur Kunst gemacht Mist als große Architektur zu verkaufen.

  • Ist Hamburg nicht eh schon ne Kathedrale des "Verkehrs"?

  • denkmalschutz wegen einem parkhaus. deutschland

  • ich glaube das Problem ist, dass es oftmals nicht nur Bausünden im sehr subjektiven ästhetischen Sinne sind, sondern objektiv betrachtet Bausünden. Keine Wärmedämmung, Schimmelgefahr, dreckige Fassaden (das ist nicht schön Punkt), monofunkionale Nutzung etc. Wir brauchen eine wirkliche Selektion an Denkmälern aus dieser Zeit, aber alles sollte man auf keinen Fall erhalten. Der Stadtraum muss neu gedacht werden und sollte definitiv nicht im Status quo hängenbleiben

  • "Hässlich" ist sehr relativ. Als ich Kind war, galten die alten Industriegebäude aus den 19. Jahrhundert als hässlich und eine Vielzahl von ihnen wurde abgerissen und durch Zweckbauten ersetzt, die sicherlich für die industriellen Prozesse effektiver waren und aber nun ihrerseits als hässlich gelten(damals nicht). Die alten Industriegebäude, da wo sie noch erhalten sind, gelten als chic und werden nun oft zu Wohnraum oder Büroraum umgebaut. Die Wohnungen sind im hochpreisigen Segment. So verschieden ist das. Deshab bin ich auch sauer, wie nach der Wiedervereinigung mit Bausubstanz in der DDR umgegangen wurde. In Berlin hatten plötzlich Westberliner Politiker das Sagen, denen die ganze DDR-Bebauung aus ideologischen Gründen ein Dorn im Auge war. Vieles wurde unwiederbringlich zerstört. Stattdessen sollte und soll wie im Disneyland als Atrappe Altes aus Vorkriegszeiten wieder hergestellt werden. Geschmäcker ändern sich. Und wir sollten über unseren Schatten springen, das "gesunde Volksempfinden" und ideologische Vorbehalte außen vor lassen und unseren Kindern und Enkeln lebendige Geschichte hinterlassen. Mögen sie selbst entscheiden.

  • Parkhäuser gehören unterirdisch gebaut

  • Wenn Gotik für Horror und Romantik steht, dann steht Brutalismus für Depression.

  • Also sorry Leute, aber man muss nicht alles schützen aus lauter Angst vor Veränderung. Städte leben und entwickeln sich weiter mit der Gesellschaft, die sie bewohnt

  • Kann es sein, dass im Denkmalschutz einfach falsche Leute eingestellt sind? "Architekturexperten" die in der freien Wirtschaft keinen Job finden?

  • Die Gebäude sind doch nur deshalb so hässlich weil sie dunkel grau sind Warum nicht bunt anstreichen? Spart Ressourcen

  • Das Gebäude in Hannover ist ja der absolute Wahnsinn wer da auch nur Ansatzweise was vom abreißen redet ist doch nicht mehr ganz sauber

  • Hauptsache Ressourcenvernichtung und viel Blabla. Ich bin zum Glück raus aus dem Bauingenieurwesen. Ich kann mich an sowas nicht mehr beteiligen.ü

  • Sieht kalt und seelenlos aus. Passt gut zu deutschland.

  • Klar gibt es Gebäude aus den 60ern/70ern die schützenswert sind, z.b. das Olympiadorf in München. und wenn Gebäude einfach hässlich sind soll man sie einfach abreißen und den historischen Kern herstellen etwas neues schaffen oder vorhandenes umgestalten. Aber solche Bausünden zu einfach unter Denkmalschutz zu stellen ist absurd.

  • Wenn der Denkmalschutz das Gebäude erhalten will und es einer Nutzung zuführen will dann sollen sie auch vollumfänglich dafür bezahlen! Sonst gehören diese hässlichen Bauten abgerissen

  • Teilweise haben die Denkmalschutzbehörden in Deutschland leider Maß und Mitte völlig verloren. Denkmalschutz wird einfach völlig inflationär gehandhabt. Theoretisch könnte man mit diesen Maßstäben auch Plattenbausiedlungen, wie zum Beispiel Halle-Neustadt komplett unter Denkmalschutz stellen. Schließlich sind sie doch ein Paradebeispiel für die Bemühungen nach den Zerstörung des Zweiten Welt Krieges schnell viel Kosten günstigen Wohnraum zu schaffen. Im übrigen muss natürlich die Frage ob ein Gebäude unter Denkmalschutz gestellt werden sollte oder nicht auch seine Wirkung auf das Stadtbild eine Rolle spielen. Heute und in Zukunft müssen wir die Möglichkeit haben Bausünden der Vergangenheit ohne unzumutbaren bürokratischen Aufwand zu beseitigen.

  • Die richtige Frage lautet, ob die Befürworter auf irgendeiner BAT-Planstelle im öffentlichen Dienst sitzen oder in ihrem `Gutachtersprech´ weiterhin von öffentlichen Mitteln abhängig sind.

  • Das Teil in Berlin wo Die Straße durchs Haus führt ist tatsächlich ziemlich nett an zu sehen

  • Die Leute ham doch echt zuviel Zeit wenn sie sich für sowas begeistern - das ist der Grund warum man einfach nicht in die Stadt will: es ist hässlich!

  • DAs Ding ist wenn man das abreisst kommt safe das gleiche bloß mit stahl und glas hin. und ist locker fast genau so hässlich

  • der bau in hanover gehört auf jeden fall geschützt

  • Das Messegebäude in Berlin fällt vielleicht nicht in die Kategorie Brutalismus, aber ich kenne auch sehr viele menschen, die das ding unfassbar hässlig finden und die es am liebsten abreißen wollen. Ich dagegen finde es cool ein gebäude, wie ein Raumschiff in der stadt stehen zu haben. Geschmäcker sind halt verschieden, deswegen finde ich gut, dass schönheit keine kategorie für den denkmalschutz ist

    • Denke ich mir auch immer dann wenn ich über die Stadtautobahm dran vorbeifahre. Kann mir nicht vorstellen, dass das mal jemand wirklich ästhetisch fand.

  • Mehr Fachwerk und Heimatstil wäre wieder nice, hat definitiv mehr Ästhetik, bestes Beispiel sind die wenigen erhaltenen Altstädte.

    • @No Libtard Ich möchte hier nicht gehen Fachwerkhäuser haten ;) mein Fall sind sie nicht. Außerdem sind sie sehr aufwändig zu bauen. Und wir brauchen im Moment Masse. Wir müssen viele umweltfreundliche Häuser bauen. Holz an sich denke ich ist die Zukunft. Aber als Fachwerk...

    • @Ben Reede seit wann soll das Jahr denn abschrecken ein Fachwerkhaus zu bauen, und was die Materialauswahl betrifft sind Fachwerkhäuser ohnehin umweltfreundlicher als Betonklötze. Zudem sind sie ansehnlicher, was zum Landschaftsbild beiträgt und traditionelles Bauwissen, welcher uns immer weiterbringt, konserviert. Auch sind diese Häuser oft weit älter als 60 und dennoch schöner.

    • @No Libtard Wer baut denn im Jahr 2021 ein Fachwerkhaus? Ich finde weder Fachwerk noch Brutalismusbauten wirklich schön. Allerdings denke ich das Schönheit sehr subjektiv ist, und auch im laufe der Zeit sehr dynamisch ist. Was wir jetzt bauen finden die Menschen in 60 Jahren hässlich so wie wir jetzt die Sechziger Jahre bauten hässlich finden. Es ist einfach keine Lösung alle 60 Jahre die Städte abzureißen und neu zu bauen. Ins besondere mit Blick auf die Situation in Sachen Wohnungsnot und Klimaschutz können wir es uns auch ganz einfach nicht leisten.

    • @Ben Reede anscheinend schon, aber ganz ehrlich findest du diesen Brutalismus schöner?

    • Niemand will mehr Fachwerk....

  • Keine anderen Probleme oder Deutschland so lost

  • 9:26 klingt wie die Merkel. 😅

  • Früher wurden alte Burgen oder Schlösser abgerissen weil sie nicht mehr als schön empfunden wurden und neue auf den Platz gebaut. Heute versuchen wir mit Mühe historisches Wissen über diese Gebäude zu bekommen und fragen uns warum es damals bloß abgerissen wurde..

  • Die Parkhäuser da kratz icv mir den Kopf bei den anderen Häusern denk ich mir die kann man einfach umgestalten baller da lebende Wände dran und das Gebäude hat schon nen ganz anderen flair

  • Wie kann man denn was gegen die Umbauung der Autobahn in Berlin haben? Das ist doch in jedem Fall schöner als eine schlichte Autobahn, und wie gesagt es wertet die Gegnd drumherum im gesamten auf. Mal abgesehen von dem ganzen Platz, der dadurch gespart wird. Soll man die Anwohner das doch genießen lassen, die sind doch die einzigen die was dagegen haben könnten oder?

  • Wenn Betongebäude mit volle grüne Balkon, das ist OK

  • Ökologisch mit grauer Energie Pilze züchten wer ist dabei?

  • Nicht zu vergessen das Sand als Baustoff immer knapper wird. Wenn ein Gebäude Funktional ist spielt das äußere nicht immer eine Rolle. Außerdem sind die Glasbauten und Neubauviertel an der Alster auch nicht immer Hübsch. Oder siehe auch Gänsemarkt. Abriss für einen Neubau der sich Optisch am Alten Bauwerk Orientieren soll🤔

  • „GRAUE ENERGIE“ mega seriöse Frau.. 14:29

  • Also, hübsch gestrichen mit einer gewissen Begrünung sehen die Wohnblöcke wirklich gut aus. Es ist nur aber auch oft die Bausubstanz. Im Kreis Pinneberg weiß ich von zwei Rathäusern und dem ehemaligen Büro der KfZ-Zulassung, die quasi unbewohnbar sind: feucht, die Alufenster lassen viel zu viel Wärme/Kälte durch, technische Ausstattung (Internet, Strom, Wasser!) mies. Da muss sehr viel getan werden, damit solche Bauten bewohnbar/nutzbar werden. Aber sicher: lieber renovieren als dauernd neu bauen, insbesondere weil Baustoffe auch nicht unendlich sind.

  • Dieser Mäckler ist ja mal der absolute Unsympath. Solange es um Aussehen geht, sollte alles dafür getan werden, dieses zu ändern statt die Gebäude abzureißen. Wohin mit dem ganzen Schutt? Dann wieder neu Aufbauen mit Beton, das super klimaschädlich ist? Ein wenig nachhaltiger Gedanke hat noch niemandem geschadet.

  • Ich versteh die Leute nicht. Selbst das Parkhaus in Hamburg sieht doch OK aus. Das ist kein Osteuropaplattenbau, die Dinger müssen weg. Die Terrassen und der Autobahnüberbau sind genial.

  • Das ist wie mit dem Fiat Multipla, die noch nie einen hatten, hassen ihn, die einen hatten, lieben ihn. Gute Sachen werden meist zu spät als gut erkannt.

  • Der Meckler soll den Kopf zu machen. Was die Aufhübscherstadt Hamburg schon alles für Profiteursgebäude dem Erdboden gleich gemacht hat, da kann sich Arthur Harris eine Scheibe von abbomben. Aber was will man erwarten von einem Krämergroßdorf, das allen Ernstes behauptet, die schönste Stadt der Welt zu sein?

  • ist die Schlange nicht ein Problem Gebiet?

  • 14:30 "graue Energie" oder wie man heute sagt, der CO2 Abdruck... oder?

  • Das meiste kann man ruhig abreißen weil es einfach nur hässlich ist

  • Toller Beitrag, vielen Dank, lieber NDR!

    • Danke für das Lob! 🤗

  • Das Parkhaus abreisen und den Ring in ein neues und schönes Parkhaus einplanen… man könnte es doch allen so einfach recht machen.

    • Ja aber es gibt ein Problem das Geld..

  • Warum muss man etwas abreißen, nur weil es hässlich ist? Wenn es funktional ist?

  • Worüber man mal wieder keinen Gedanken verliert ist die Tatsache, dass uns mit diesen 60er und 70er Jahre Bauten Unmengen an Schadstoffen weiterhin aufbürgen. Und hier reden wir nicht von ein paar Eternit-Platten, wir sprechen über nutzerInnern-gefährdende PAK, PCB, Asbest in Putz-und Spachtelmassen, Dachbahnen, Kitten, etc., die wir einfach ohne Voruntersuchungen unter Denkmalschutz stellen und so für weitere Jahrzehnte konservieren... für mich vollkommen unverständlich, sowas zu erhalten.

  • Bitte abreißen wir sollten unsere Städte nicht mehr nur so nutzungsorientiert bauen sondern so dass man sich auch auf Plätzen oder in Straßen ein bisschen wie im Urlaub fühlt und die Stadt Wärme ausstrahlt. Es wäre toll zur Naherholung wird in Deutschland aber nur in Bayern und BW umgesetzt. Solche Gebäude tragen stark dazu bei dass unsere Städte so kalt und trist wirken und Lösen maximal den Wunsch aus weg in den Urlaub zu fahren XD

  • Schönheit liegt eben immer im Auge des Betrachters. In den 70er waren sie modern und entsprachen dem Zeitgeist. Der hat sich heute eben geändert. Schaue ich mir heutige Gebäude in der bekannten Schießscharten-Optik an, so gefallen mir diese Dinger schon in ihrer Entstehung nicht. Da kann ich mir kaum vorstellen, daß eine nachfolgende Generationen diese Dinger erhaltenswert findet.

  • Ein Abrissverbot wäre sinnvoller, als Denkmalschutz.

  • Die Idee mit der Autobahnüberbauung gab es auch schon beim Schinkel Wettbewerb 2017 Berlin Westkreuz. Sehr viele junge Architekten haben viele gute Ideen entwickelt. Man kann die geringen Platzbedarf auch heute noch nutzen, indem man Häuser auf Autobahnen/Schienen baut, weil man sich dann ein Haufen Grundstückskosten sparen kann, um bezahlbares Wohnen zu ermöglichen.

  • Kennt jemand Harry Glück und die Alt-Erlaa Wohnanlage

  • 2:07 "Schönheit ist kein Kriterium!". Nunja, in dem Fall sollte man den Denkmalschutz abreißen und durch etwas ersetzen, in dem Schönheit ein Kriterium ist.

  • Deutsche sind wie Messies. Jedes noch so hässliche Gebäude muss aufgehoben werden. Deshalb sind deutsche Städte eine der hässlichsten der Welt.

  • In Zeiten der Klimakatastrophe sollte man alles was man kann erhalten und sanieren. Sanieren ist ökologisch fast immer besser und dadurch können die Gebäude viel schöner werden.

  • Die Qualität eines Baus besteht auf folgenden Kriterien: Ist der Bau wegweisend und zur Zeit des Baus auch einzigartig. Die Autobahnüberbauung würde ich dazu zählen. Man kann sich auch darüber unterhalten ob ein Beton Karstadt, ein Parkhaus oder eine Post mit Waschbetonoptik schützenswert ist - das dürfte aber in den meisten Fällen nicht der Fall sein. Bei Zweckbauten wie Parkhäusern würde ich aber zum Kriterium machen, dass der Zweck heute noch gegeben ist. Im Fall von Parkhäusern sehe ich das problematisch: Die PH sind heute meist zu eng und können schlecht "geändert" werden. Wenn man da die Rampe hochfährt, sieht man wahrscheinlich auch nichts UND stehen tut da auch keiner! Das kann also weg.

  • Die Aussage am Ende (Alles hat seine Zeit, Moden kommen und gehen) stimmt so aber nicht. Niemand findet Altbauten aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hässlich. Es sind Stadträume, in denen man sich gerne aufhält. Für die Anwohner eines solchen Brutalismus-Gebäudes mag es sicher ein schönes, lebenswertes Zuhause sein. Aber die Hauptaufgabe der Architektur liegt darin, Räume (und Städte) zu schaffen, in denen man sich allgemein gerne aufhält, nicht nur als Bewohner vom 10. Stock mit Pool. Und genau darin hat diese architektonische Strömung versagt und tut es bis heute. Man kann da sicher einzelne Dinge erhalten, aber in erster Linie sollte es um die Lebensqualität der Menschen gehen, die mit den Gebäuden zu tun haben, nicht um die Selbstverwirklichung des Architekten.

    • @Flooriij Tja, aber mit deiner Aussage, dass Häuser aus dem Historismus niemand hässlich finden würde negierst du damit selbst. Abgesehen davon, ist deine Darstellung auch nicht ganz korrekt. Die Kritik an den Bauten stand nicht im Zusammenhang damit, dass normale Menschen hinter ornamentalen Fassaden wohnen würden. Vorne wohnten damals nur die, die die es sich leisten konnten. Die Kritik an den Gründerzeit Häusern bezieht sich auf die Wohnverhältnisse in den Hinterhäusern, mit großen oder mehreren Familien in einem einzigen Raum. Die Toilette für das ganze Geschoss, oder sogar zwei geschosse auf dem Treppenhaus oder im Hof, kaum Licht und Luft, kurzum die katastrophalen Zustände der armen Stadtbevökerung haben den Hunger und die Suche nach neuen menschlicheren Wohnformen angetrieben. Das Thema mit den abgeschlagenen Fassaden kommt aus einer anderen Ecke. Nach über zwei Jahrhunderten der andauernden Kopie alter Stilrichtungen oder deren durchaus als grotesk empfundenen Vermischung wollte man etwas neues, modernes, dass die Erungenschaften der industrialisierten Zeit wiederspiegelt. Siehe Jugendstil, Epressionossmus oder Art Deco. Auch das Bauhaus wollte neue Wohnformen der neuen Zeit entsprechend entwickeln und zwar explizit mit künstlerischem Anspruch und mit dem Anspruch auch das Leben der einfachen Menschen zu verbessern. Ganz so einfach und plakativ ist es halt nicht. Aber zurück zu den Fassaden, die ersten Enstuckungen haben bereits im Rahmen von modernisierungsmaßnahmen in den 20ern begonnen und unter den Nazis hat der ganze Spaß dann einen Höhepunkt erreicht unter der ideologie der entarteten Kunst, undeutschen Architekturstilen und einfach dem "entfernen von überflüssigem Tand". Da die Qualität der Ornamente oftmals nicht besonders hoch war, und die Fassaden schon nach wenigen Jahren durch das Einsparen von Instandhaltungskosten vielfach in einem desolaten zustand waren, hat man die Fassaden dann eben nur all zu willig glatt gezogen. Nach dem Krieg hat das ganze dann nochmal einen Höhepunkt erreicht, weil man dafür auch noch Prämien gezahlt hat. Schöner sind die Bauten dadurch definitiv nicht geworden.

    • @Tolbert2000 Weil man sie für alt und überkommen gehalten hat und weil sie in den Augen der Kritiker eine gespaltene Gesellschaft repräsentieren, in der hinter verzierten Fassaden einfache Menschen wohnen. Das wollte man nicht mehr. Deswegen hat man den Putz abgekloppt und deswegen sind die Häuser aus der Zeit auch so einfallslos hässlich. Das war ein Statement.

    • "Niemand findet Altbauten aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hässlich." Dann stell dir mal die Frage, warum diese in den 30er Jahren massenhaft entstuckt wurden und in der Nachkriegszeit massenhaft abgerissen ;)

  • Brutalismus hat mehr Charakter als aktulle Neubauten. Heutztage sind es nurnoch weiße Klötze, Glasbauten oder andere Betonklötze ohne Identität.

  • abreissen und was Schönes bauen

  • es ist Hässlich

  • Ist schon krass wie wenig Ästhetik die Deutschen haben. Das sowas auch noch verteidigt wird.. Alleinstehend, pompös, irgendwo in der Wüste hat so ein brutalistischer Bau ja noch was aber innerstädtisch geht das gar nicht.

  • Macht die hässlichen Dinger dem Erdboden gleich, besser heute als morgen